Woman Holding Child and Breastfeeding 

Trinkschwäche: Ursachen erkennen und Lösungen finden

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Sabine Kasten

Wenn dein Baby nicht genug trinkt, die Brust anschreit und sich nur schwer beruhigen lässt, fragen sich viele Eltern: Was steckt hinter einer Trinkschwäche?

Besonders Frühgeborene, neurologisch auffällige Kinder oder Säuglinge mit Lippen- und Gaumenspalte haben oft Schwierigkeiten mit dem Saugen und Schlucken. Diese Babys werden manchmal anfangs mit einer Magensonde ernährt, was den Saugreflex beeinträchtigen kann. Hier können gezielte Stimulationen der Mund- und Gaumenmuskulatur helfen, den Reflex zu aktivieren und einer Trinkschwäche entgegenzuwirken.

Was sind häufige Ursachen für eine Trinkschwäche?

Für Kinder mit neurologischen Auffälligkeiten oder anatomischen Besonderheiten, wie einer Lippen- und Gaumenspalte, gibt es spezielle Hilfsmittel und Sauger, die das Stillen erleichtern. Hier beraten dich Hebammen und Kinderärzte, um die passende Lösung zu finden. Bei Frühgeborenen ist häufig der Saugreflex noch nicht vollständig entwickelt, was das Stillen erschwert.

Einige Babys sind zu schwach, um an der Brust zu saugen, und schlafen schnell ein. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, dein Kind öfter anzulegen oder es sanft durch Druck an den Füßen wachzuhalten, um den Trinkvorgang zu unterstützen.

Die richtige Anlegeposition kann viel bewirken

Die häufigste Ursache für eine Trinkschwäche liegt jedoch oft in der falschen Anlegeposition. Wenn der Säugling die Brust oder den Sauger nicht richtig in den Mund nimmt, wird das Saugen anstrengend. Das Baby trinkt nur kurz, bekommt nicht genug Milch und wird möglicherweise ungeduldig und schreit. Auch ein zu starker Milchfluss kann dazu führen, dass das Baby sich verschluckt und Probleme beim Trinken bekommt.

Die optimale Anlegeposition ist entscheidend: Dein Baby sollte nicht nur die Brustwarze, sondern auch große Teile des Warzenvorhofs in den Mund nehmen. Achte darauf, dass die Lippen nach außen gestülpt sind und Kinn sowie Nase die Brust berühren. Ist der Kopf des Babys verdreht oder bevorzugt es eine Seite, könnte es sinnvoll sein, einen Osteopathen aufzusuchen, um Blockaden in der Halswirbelsäule auszuschließen, die das Trinken erschweren.

Unterstützung für dich und dein Baby

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Baby nicht gut oder richtig trinkt, zögere nicht, dich an den Kinderarzt, die Stillberatung, deine Hebamme oder einen Osteopathen zu wenden. Gemeinsam finden wir die beste Lösung, damit dein Baby gesund wachsen kann!

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